Nachrichten Turnierkalender Zeitschrift Schach Buecher Bestellungen Service Turnierberichte Bundesliga Herren Frauenbundesliga Archiv Schach-Gedanken

Länderkampf Schweiz-Deutschland 5-3

Schweiz: Viktor Kortschnoj Elo 2626 - Yannick Pelletier Elo 2571

Deutschland: Christopher Lutz Elo 2655 - Arkadij Naiditsch Elo 2581

- Fotobericht
- Liveübertragung: www.schach.de
- Weiterer Link: http://chessbase.de/t-online/index.html
- Partien: ger-ch.pgn

4. Runde am 15. September
Kortschnoj-Naiditsch remis, Pelletier-Lutz remis

Yannick Pelletier gewann die Einzelwertung des Länderkampfes mit 3/4 Punkten. Am Sonntag konnte der 25jährige Schweizer mit einem ungefährdeten Unentschieden gegen Christopher Lutz den bislang größten Erfolg seiner Karriere sicherstellen.

Mehr Kampfschach bot die zweite Partie. Viktor Kortschnoj opferte gegen Arkadij Naiditsch frühzeitig die Qualität. Danach hätte er mehrfach die Partie für sich entscheiden können, er ließ jedoch seinen jungen Gegner noch ins Remis entwischen.

Damit hatten Christopher Lutz und Viktor Kortschnoj jeweils 2 Punkte erkämpft und sie mussten um den zweiten Platz in der Einzelwertung einen Stichkampf bestreiten. Die Schnellpartien entschied Christopher mit 1,5-0,5 für sich.

Während des Abschlussbanketts zeigte Frau Kortschnoj einen kleinen Film, den sie anlässlich des 70. Geburtstages von Viktor Kortschnoj zusammengestellt hatte. Ein beeindruckendes Stück Schachgeschichte faszinierte die Zuschauer.

3. Runde am 14. September
Lutz-Kortschnoj 1-0, Naiditsch-Pelletier remis

Am ersten "Berliner Tag" konnte die deutsche Auswahl den Rückstand auf 2-4 verkürzen. Gespielt wurde im Casino Berlin im 37. Stock des Berliner Forum Hotels auf dem Alexanderplatz.

Christopher Lutz konnte in einer spannenden Partie Viktor Kortschnoj schlagen. Die Schweizer Legende äußerte sich anschließend nur unwirsch, dass sie d5-d4 "zu früh" gespielte habe. Die Zeitüberschreitung kam dem baldigen Matt zuvor.

Beinahe hätte es sogar ein 2-0 für Deutschland gegeben, aber Arkadij Naiditsch vergab gegen Yannick Pelletier seine zwischenzeitlichen Stellungsvorteile.

Letzterer führt in der Einzelwertung mit einem satten Zähler Vorsprung (2,5 Pkt.) vor Viktor Kortschnoj und Christopher Lutz (je 1,5) und Arkadi Naiditsch (0,5).

Morgen kommt es zu der für die Einzelwertung entscheidenden Paarung Pelletier-Lutz. Viktor Kortschnoj misst sich mit Arkadij Naiditsch. Spielbeginn ist 13 Uhr. Zuschauer sind herzlich willkommen.

2. Runde am 8. September, 13 Uhr:
Lutz-Pelletier 0-1, Naiditsch-Kortschnoj 0-1

Arkadi Naiditsch stand heute offenbar noch unter dem Eindruck der völlig unnötigen Niederlage von gestern. Nach seinem Bauernvorstoß a5-a4 sei praktisch jeder seiner Züge ein Fehler gewesen. Heute verliert er fast kampflos. 14. Sb3-d4 war ein schrecklicher Fehler. Schwarz kam zwei Züge später zu f7-f5 und stand bereits auf Gewinn. Der Rest war nur noch grausam für Arkadi.

So rechneten alle mit zwei schnell beendeten Partien. Christopher Lutz stand gegen Yannick Pelletier nach der Eröffnung klar besser. Doch auch für Christopher erwies sich ein Springerzug nach d4 (18. Sf3-d4) als Knackpunkt der Partie. Nach 18... De4 19. Td1 ist 19... Td8 unerwartet stark, plötzlich kommen die schwarzen Figuren aus ihren Löchern und zielen auf den weißen König. Stattdessen hätte 18. Lh6! Schwarz vor riesige Probleme gestellt.

Fazit: Die Schweizer haben ihren Heimvorteil in Zürich genutzt und führen nun die Einzelwertung mit 2 (Pelletier) bzw. 1,5 (Kortschnoj) Punkten an. Der Rückkampf läuft am 14./15. September in Berlin.

1. Runde am 7. September, 14 Uhr:
Kortschnoj-Lutz remis, Pelletier-Naiditsch 1-0

Die erste Runde ging mit 1,5-0,5 an die Schweiz, die deutschen Teilnehmer wirkten streckenweise zu sorglos.

Arkadi Naiditsch nahm den Fehdehandschuh von Yannick Pelletier, den dieser ihm mit Sc4 zuwarf, mit d:c4 auf. Danach entwickelte sich eine schwer einzuschätzende Stellung mit vielen taktischen Möglichkeiten. Einige Züge später war der Dampf verflogen, die Kontrahenten hatten in ein für Weiß leicht besseres, aber wahrscheinlich remises Endspiel übergelenkt. Später spielte Arkadi unvorsichtig b5-b4 und hatte dabei die gegnerische Antwort Kg2-f3 schlicht übersehen. Der weiße König läuft zum Damenflügel und holt den Bauern c4 ab. Danach brach Arkadi zusammen, ein hübscher Trick beendete die Partie.

Kortschnoj-Lutz verlief in bedeutend ruhigeren Bahnen. Die Damen waren bald getauscht, alles sah nach einem schnellen Remis aus. Doch Christopher agierte zu sorglos und sah sich nach Tb5 plötzlich großen Problemen gegenüber. In großer Zeitnot gelang es ihm jedoch, unter Bauernopfer in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern überzuleiten. Hier stand er zwar schlechter und musste sich zäh verteidigen, die Remisbreite war aber wahrscheinlich nie überschritten.

Nach Angaben von Raj Tischbierek aus Zürich

14. September, 14 Uhr: Lutz-Kortschnoj, Naiditsch-Pelletier

15. September, 13 Uhr: Pelletier-Lutz, Naiditsch-Kortschnoj

Reglement:

Im doppelrundigen Scheveninger System - jeder Schweizer spielt gegen jeden Deutschen zwei Partien im klassischen Schach (2h/40 Züge + 1h/Rest) - treffen die aktuelle Nummer 1 sowie die vielversprechendste Nachwuchshoffnung beider Länder aufeinander.

Zürich: Hotel Savoy (Paradeplatz), 7./8. September 2002, je 14 Uhr.
Berlin: Casino Berlin, Alexanderplatz, 37. Stock Forum Hotel, 14. September, 14 Uhr, 15. September, 13 Uhr.

In Berlin werden die Partien von Robert Rabiega, Deutscher Meister 2000, kommentiert. Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Verständnis dafür, dass nur Zuschauern ab 18 Jahren der Eintritt gewährt werden kann (Casino-Gelände). Um entsprechende Garderobe und die Vorlage eines Personaldokumentes bei Einlass wird gebeten.

Alle Partien werden live auf dem ChessBase-Schachserver schach.de übertragen. Darüber hinaus findet auf schach.de in den Tagen zwischen Zürich und Berlin, vom 9.-13. September 2002, ein Länderkampf Schweiz-Deutschland für alle Spieler dieser Nationalitäten statt. Jeder kann mitmachen! Anmeldungen bitte per Email an deutschschweizer-schachwoche@schach.de. Den besten winken wertvolle Preise.

Am 14. September findet die nächste Veranstaltung der Emanuel-Lasker-Gesellschaft (www.lasker-gesellschaft.de) in Form einer öffentlichen Gesprächsrunde zum Thema "Schach und Persönlichkeit" im Rahmen des Länderkampfes Schweiz gegen Deutschland statt. Als Gäste wurden Lothar Schmid (Großmeister und Schiedsrichter), Nathan Devinsky (Schachbuchautor und ehem. FIDE-Funktionär), Ulrich Sieg (FIDE-Meister, Historiker, Lasker-Spezialist), Uwe Bönsch (Bundestrainer) und Matthias Wüllenweber (Geschäftsführer von ChessBase) eingeladen. Die Gesprächsrunde beginnt unmittelbar nach Beendigung der Samstags-Partie im Casino Berlin im Forum Hotel am Alexanderplatz, 37. Etage; Zeit: 20 Uhr.

 

 

Exzelsior Verlag: Nachrichten: Turnierberichte: Deutschland-Schweiz
Exzelsior Verlag, Reichenberger Str. 124, 10999 Berlin
Tel 030-61076286, Fax 030-61076287, Email: info@exzelsior.de

Zur Startseite