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Vom 24. April bis zum 13. Mai findet in Sofia der Weltmeisterschaftskampf zwischen Titelverteidiger Viswanathan Anand und Herausforderer Wesselin Topalow statt.
- Der Preisfonds beträgt 2 Millionen Euro, von denen der Sieger 1,2 Mio und der Verlierer 800.000 Euro erhält.
- Gespielt werden zwölf Runden. Die ersten zehn Begegnungen werden in einem Rhythmus 2:1 ausgetragen, d. h. auf zwei Partie-Tage folgt ein Ruhetag. Vor den letzten beiden Runden findet jeweils ein Ruhetag statt. Die Runden beginnen um 13 Uhr bulgarischer Ortszeit.
- Die Bedenkzeit beträgt zwei Stunden für 40 Züge, dann eine Stunde für 20 Züge, anschließend 15 Minuten für den Rest der Partie. Ab dem 61. Zug erhält jeder Spieler 30 Sekunden Bonus pro Zug.
- Partien im pgn-Format: wm.pgn
- Offizielle Seite: http://www.anand-topalov.com/
| Weltmeisterschaft Sofia, 24. April-13. Mai 2010 |
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | SK | ||
| Datum | 24.4 | 25.4 | 27.4. | 28.4. | 30.4. | 1.5. | 3.5 | 4.5. | 6.5. | 7.5. | 9.5 | 11.5. | 13.5. | Stand | |
| Viswanathan Anand (Ind) | 2787 | 0 | 1 | 0,5 | 1 | 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0 | 0,5 | 0,5 | 0,5 | 1 | 6,5 | |
| Wesselin Topalow | 2805 | 1 | 0 | 0,5 | 0 | 0,5 | 0,5 | 0,5 | 1 | 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0 | 5,5 |
In der letzten Partie im klassischen Schach beantwortet Vishy Anand 1. d4 von Wesselin Topalow mit dem Damengambit. Der Bulgare wirkt etwas gehemmt und kann nicht sein gewohnt aggressives Spiel aufführen. Genau dies gelingt dann Vishy Anand, der mit einem hübschen Angriff Wesselins Königsflügel auseinandernimmt. Damit bleibt Viswanathan Anand Weltmeister.
Diesmal holt Anand die Englische Eröffnung heraus und nachdem Topalow ausgleichen kann, ergibt sich ein interessantes Endspiel, in dem Anand für Aktivität einen Bauern opfert. Vor der letzten Partie, in der Topalow die weißen Steine führt, steht es 5,5-5,5.
Vishy Anand greift wie schon in der ersten Partie zu Grünfeld-Indisch und hat große Probleme, das Unentschieden zu erreichen.
Erstmals gibt es kein Katalanisch, Wesselin Topalow spielt einen Nimzoinder. In einer Struktur, die dem Panow-Angriff ähnelt, gibt Viswanathan Anand die Dame und erhält dafür zwei Türme. Anschließend vergab Vishy mehrmals (in Zeitnot) den Gewinn.
Die beiden Kontrahenten wiederholen die Slawisch-Variante der vorangegangenen Weißpartien von Wesselin Topalow. Im Remisendspiel mit ungleichfarbigen Läufern unterläuft Viswanathan Anand ein grober Patzer und der Bulgare kann zum 4-4 ausgleichen.
Wesselin Topalow überrascht mit einem frühen Qualitätsopfer, das sich bald in ein Figurenopfer gegen zwei Bauern umwandelt. Diese beiden Bauern sind jedoch so stark, dass der Bulgare das Remis erzwingen kann.
Wieder steht Katalanisch zur Debatte und Wesselin Topalow gelingt es zum ersten Mal, mit Schwarz das Remis zu erreichen.
Wie schon in der dritten Begegnung steht wieder Slawisch auf dem Brett. Wesselin Topalow kann sich zwar diesmal den Vorteil des Läuferpaars sichern, Vishy Anand gerät jedoch nie in Verlustgefahr.
In seiner zweiten Weißpartie greift Viswanathan Anand wieder zu Katalanisch. Diesmal besiegt er den Herausforderer Wesselin Topalow mit einem Opferangriff gegen den schwarzen König.
Die dritte Partie folgte lange den Spuren einiger Slawisch-Partien zwischen Topalow und Kramnik. Viswanathan Anand konnte recht problemlos ausgleichen und die Partie driftete in ein remises Turmendspiel mit je vier Bauern am Königsflügel.
Bereits einen Tag nach seiner drastischen Niederlage in der Auftaktpartie schlägt Viswanathan Anand zurück und stellt den Ausgleich wieder her.
Viswanathan Anand reagiert auf 1. d4 mit Grünfeld-Indisch und die Partie folgt einer Weile den Begegnungen zwischen Gata Kamsky und Wesselin Topalow aus dem Kandidatenfinale. Allerdings hatte Gata damals seine Hausarbeiten besser erledigt - Vishy geht ziemlich drastisch ein und gibt nach 30 Zügen auf.
- Endet der Weltmeisterschaftskampf nach zwölf Partien im klassischen Schach unentschieden, so folgt ein Stichkampf. Zunächst werden vier Schnellpartien, bei Gleichstand anschließend fünf Minimatches über je zwei Blitzpartien ausgespielt. Steht es immer noch unentschieden, folgt eine Entscheidungspartie.
- Für beide Spieler steht ein gemeinsamer Toilettenbereich und Ruheraum zur Verfügung. Von der Bühne aus kann der Schiedsrichter den Ruheraum einsehen.
- Die Spieler sollen zehn Minuten vor Partiebeginn zur Sicherheitskontrolle erscheinen.
- Die Spieler dürfen während der Partie nur mit dem Schiedsrichter kommunizieren. Für ein Remisangebot dürfen sie sich direkt an ihren Gegner wenden.
- Unmittelbar nach Beendigung der Partie findet eine Pressekonferenz statt, die nicht länger als 20 Minuten dauert. Beide Spieler unterliegen der Anwesenheitspflicht.
| Exzelsior Verlag: Nachrichten: Turnierberichte: Herren-Weltmeisterschaft 2010 |
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